lp magazin Ausgabe 01/2012

lp magazin Ausgabe 01/2012

Auszug aus dem Testbericht des lp Magazins Ausgabe 01/2012

Jetzt mit Eingangswahlschalter, gut bedienbarer Lautstärkeregelung und zu deutlich reduziertem Preis – der schwäbische Röhrenvollverstärker mit ukrainischen Genen hat sich zu einem echten Best Buy gemausert.

 

Image HiFi Ausgabe 05/2012

Image HiFi Ausgabe 05/2012

… Olga offenbart nun vollumfänglich ihr Potenzial, sorgt für ein festes, wohlgeordnetes und glasklares Klangbild, eine fast zum Anfassen arrangierte Klangbühne und überrascht nun auch bei leiser Lautstärke mit einem druckvoll-knackigen Antritt. …

Mehr erfahren sie in der Ausgabe 5/2012

lp magazin Ausgabe 02/2008

lp magazin Ausgabe 02/2008
Auszug aus ddem Testbericht des lp magazins 02/2008 
 
Er steht schon eine Weile bei uns in der Redaktion, und es hat eine Weile gedauert, bis wir uns getraut haben. Bitte sehr, hier ist er: Einer der schrägsten und gleichzeitig spannendsten Röhrenverstärker seit langer Zeit
 
Den kompletten Testbericht finden Sie hier zum Download.
 
 

Schröck Multimedia

Schröck Multimedia
in  /von 

Heute habe ich mir für Sie einen ganz besonderen Verstärker angesehen und vor allem angehört:

Den Olga Röhrenverstärker

von der Verstärker-Manufaktur Siegmann in Altlussheim

Schon seit vielen Jahren baut Herr Siegmann Röhrenverstärker und hat „seine“ Olga ständig weiterentwickelt. In der neuesten Version wird die Lautstärke nur noch mit einem Regler eingestellt (in den Vorgängerversionen wurde die Lautstärke für jeden Kanal getrennt eingestellt), trotzdem ist Olga ein Verstärker mit Doppel-Mono-Aufbau. Dafür gibt es jetzt aber einen Eingangswahl-Schalter, mit dem sich die Quelle direkt anwählen lässt. Über die Jahre hat das Design immer etwas variiert, aber die aktuelle Version mit seiner klaren, schnörkellosen Formgebung gefällt mir sehr gut. Im Gespräch hat mir Herr Siegmann erklärt, dass ein Kunde trotzdem Einfluss auf das Design nehmen kann, was ich persönlich sehr gut finde. So bekommt man seineinzigartiges „Musik-Instrument“!

Der Olga Röhrenverstärker kann mit folgenden technischen Daten aufwarten:

Beschreibung

  • Class A Betrieb
  • Hochwertige langlebige Endpentoden aus bester russischer Fertigung
  • Aufwendig verschachtelte Ausgangsüberträger auf absolut hochwertigen Schnittbandkernen
  • Anschlussmöglichkeit für 4 bis 8 Ohm Lautsprecher
  • Massive, schwere, vergoldete Anschlussterminals
  • Massive, vergoldete Chincheingangsbuchsen
  • Einschaltverzögerung für die Anodenspannung
  • Linearer Hochpegeleingang
  • Manuelle Lautstärkeregelung oder Ausführung mit Fernbedienung für Lautstärke und Netzfunktion
  • Zwei großzügig dimensionierte Ringkern-Netztransformatoren im separatem Gehäuse
  • Separat aufgebaute Netzteile für den linken und rechten Kanal
  • Moderne extravagante Optik
  • Harmonie in Glas und Edelstahl
  • Sicheres geschlossenes Gehäuse

Technische Daten:

  • Sinusausgangsleistung mit 8 Ohm Lautsprechern: 40 Watt
  • Verzerrung: < 0,2 % (1 Watt, 1Kz)
  • Eingangsempfindlichkeit: 330 mV
  • Ausgangsimpedanz: 4-8 Ohm Lautsprecher
  • Leistungsaufnahme im Betrieb: ca. 400 Watt
  • Versorgungsspannung: 220-240 Volt AC, 50-60 Hz
  • Maße (BxTxH): 44cm x 37cm x 22cm
  • Gewicht: ca. 20 kg Netzteil ca. 4 kg

Preis: € 3.500,-

Dieser Verstärker wurde schon mehrfach von namhaften Fachmagazinen mit herausragenden Ergebnissen getestet (LP und Hörerlebnis), deshalb wollte ich mir einen eigenen Eindruck über den Olga Röhrenverstärker verschaffen. Und dieser Eindruck hat mich fast umgehauen! Was dieser Verstärker aus der zugespielten Musik macht ist wahrlich großartig! Denn dieser Verstärker macht nichts, außer die Signale entgegen zu nehmen, durch die Röhren von Vor- und Endverstärker zu schicken und an die Lautsprecher auszugeben. Da wird nichts hinzugefügt oder weg genommen, Olga bleibt im Betrieb absolut (!) linear! Wenn Sie also wissen wollen, wie gut ihr Lautsprecher wirklich ist, kein Problem, Olga sagt es Ihnen 

Trotz dieser extremen Feinzeichnung packt der Olga Röhrenverstärker kraftvoll zu und schleudert eine gigantische Dynamik aus dem angeschlossenen Lautsprecher-Paar. Ob Klassik, Pop oder Hardrock, jedes Genre wird in gebührender Form wiedergegeben. Es macht wirklich Spaß, mit diesem Verstärker zu hören. Dieser klingt immer locker, offen und man merkt ihm in keinster Weise irgendwelche Anstrengungen an. Er bleibt einfach ruhig, sitzt königsgleich auf seinem Rack und seine Röhren glimmen in einer angenehmen Lichtfarbe vor sich hin. Ganz so, als ob ihn das alles nichts angehe, was da gerade mit ihm passiert. Absolut traumhaft!

 

Für Fragen stehe ich natürlich zur Verfügung und stelle auch gerne einen Kontakt zu Herrn Siegmann her.

hifitest.de

hifitest.de

Einzeltest: Siegmann Olga 4

Jawohl – den gab’s schon mal in der LP. Zumindest so ungefähr. Mittlerweile hat der überaus spannende Röhrenvollverstärker „Olga“ allerdings ein paar Änderungen erfahren, deshalb beleuchten wir das Gerät nochmals

Mitspieler

Plattenspieler:

  • Transrotor Fat Bob / SME 309 / Grado Statement 1
  • Clearaudio Master Reference / Universal / MFSL C3.5

Phonovorstufen:

  • MalValve preamp three phono

Lautsprecher: 

  • Lansche Cubus 
  • Klang + Ton „Nada“

Zubehör: 

  • Netzversorung von PS Audio und HMS 
  • NF-Kabel von van den Hul und Transparent 
  • Phonokabel van den Hul 
  • Lautsprecherkabel von Transparent 
  • Plattenwaschmaschine von Clearaudio

 

Gegenspieler

Vollverstärker: 

  • Quad II Classic Integrated 
  • Symphonic Line RG10


Vorstufen: 

  • MalValve preamp four line 
  • Audio Research Anniversary Edition Reference Preamp

Endverstärker: 

  • Accustic Arts Amp2 MK2 
  • SymAsym

Guido Siegmann ist vor allem erst mal eins: Radio- und Fernsehtechnikermeister. Er hat also den ganzen Tag damit zu tun, ganz normalen Menschen ganz normale Unterhaltungselektronik zu verkaufen. Wenn er seiner Kundschaft Murks andrehen würde, dann stünde sie bei ihm auf der Matte, und er müsste den 80-Zentimeter- Röhrenfernseher wieder aus dem sechsten Stock ins Auto schleppen. Das will er nicht, weil eine zufriedene Kundschaft einerseits sein Kapital ist und er seine Zeit für sein zweites Standbein braucht: Röhrenverstärker.

Die Fernsehergeschichte beruht auf Vermutungen meinerseits, das mit der 80-Zentimeter-Röhre ist auch schon ein paar Jährchen her, wir dürfen aber trotzdem auf alle Fälle davon ausgehen, dass Guido Siegmann weiß, was in Sachen Elektronik funktioniert und was nicht. Außerdem residiert er in Altlußheim, was in Baden-Württemberg liegt – ich traue mich mal, die Gegend als schwäbisch zu bezeichnen und hoffe, dass ich damit nicht allzu viele lokalpatriotisch motivierte böse Leserbriefe provoziere. Der Schwabe an sich ist gründlich, ihm ist Pfusch zuwider und so verwundert es auch nicht, dass Herr Siegmann bei der Suche nach „seinem“ Röhrenverstärker vor mittlerweile über zehn Jahren nicht recht fündig geworden ist.

Mittlerweile gibt’s sogar zwei „Olgas“, einen „normalen“ und einen „Olga Basic“. Das aktuelle Topmodell ist so viel anders als der Vorgänger nicht, angepasst wurde in erster Line der Preis: Mit 2.850 Euro kostet er gepflegte 650 Euro weniger als vor vier Jahren, als wir den Vorgänger unter die Lupe nahmen. Olga ist nach wie vor etwas anders als andere Röhrenamps, und dafür zeichnet die etwas spezielle Entstehungsgeschichte des Gerätes sicher mit verantwortlich: Guido Siegmann zog es seinerzeit auf der Suche nach Röhren-Know-how nämlich nach Osteuropa, doch auch dort liefen die Dinge anders, als er es erwartet hatte. Zitat: „Den richtigen Verstärker hab ich damals nicht entdeckt, in der Ukraine habe ich allerdings meine Frau gefunden.“ Jetzt war Siegmann nicht nur verheiratet, er hatte auch einen „einheimischen“ Schwager, und mit dessen Hilfe ließ sich das Thema „Röhrenverstärker“ letztendlich erfolgreich auf Kiel legen.

So ganz kann sich auch Olgas aktuelle Inkarnation einem gewissen osteuropäischen Flair nicht entziehen; betrachtet man das Gerät etwas näher, hat man an einigen Stellen das Gefühl, einen Hauch russischen Militärflairs zu verspüren. Sowohl der ziemlich ausladende Verstärker als auch die runde „Netzteildose“ sind in Edelstahl verpackt. Durch Fenster in der Front lugen ein paar der entscheidenden Protagonisten des Verstärkungsprozesses in Gestalt eines Sechserpacks Röhren pro Kanal, samt und sonders gute russische NOS-Ware. Als Leistungslieferanten dienen pro Kanal vier Stück 6P3S, die in etwa der bei uns gängigen 6L6G entsprechen. Das Front End bilden zwei Noval-Doppeltrioden 6N2P und 6N3P. Bei der Endstufe handelt es sich um ein klassisches Push-Pull-Konzept mit je zwei parallelen Röhren, spezifiziert wird eine Ausgangsleistung von 40 Watt – wir messen eher 25, aber das macht den Kohl nicht fett. 

Entfernen wir also des Edelstahlblech, darunter finden wir erst einmal – Blech. Jenes trennt die Röhrenschaufenster von weiteren Schlüsselkomponenten des Gerätes, den Ausgangsübertragern. Dabei handelt es sich um ausgesprochen massive Schnittbandkerntypen, selbstverständlich aus deutscher Fertigung. Und diese sind noch besser verschachtelt als beim Vorgängermodell – das ist gut für Linearität und Grenzfrequenz. Unterm Bodenblech fällt der Blick auf eine teils frei verdrahtete, teils platinengebundene Schaltung. Auf schnödes Epoxydharz darf dabei nur die Stromversorgung: Jeder Kanal hat seine eigene Hochspannungsversorgung. Mittig sitzten die Heizungsversorgung und ein wenig „Intelligenz“, die dafür sorgt, dass die Hochspannung verspätet zugeschaltet wird. Die Verstärkerschaltung selbst ist nach alter Väter Sitte „fliegend“ aufgebaut, und das äußerst akkurat: Jeder Widerstand, jeder Kondensator kontaktiert seine Nachbarn auf kürzestmöglichem Wege, zusätzliche Leitungen braucht‘s fast gar nicht, die Anschlussdrähte der Bauteile selbst erledigen die Leitungsführung beinahe allein. So hält man die Signalwege kurz und die Anzahl der Kontaktstellen klein.

Der Aufwand in Sachen Bauteile kann sich sehen lassen: Was hier an Silber-/Gold- Kondensatoren vom Kölner Spezialisten Mundorf drinsteckt, das haut finanziell ordentlich ins Kontor. Mittlerweile gibt’s auch nur noch ein blaues Alps-Poti für die Lautstärke, das war früher mal anders (und unpraktischer). Auch einen Eingangswahlschalter hat Olga mittlerweile zu bieten; so kann man ohne Klimmzüge vier Quellen anschließen. Auch wenn wir es mit einem nicht eben zierlichen Konstrukt zu tun haben: Fürs Netzteil wäre beim besten Willen kein Platz mehr gewesen – schon mal gar nicht, wenn man den Job von zwei Ringkernen ordentlichen Kalibers machen lassen will. Die fristen in einer Röhre aus Edelstahl-Lochblech ihr Dasein und docken über zwei dicke Strippen mit massiven Harting-Industriesteckverbindern an den Verstärker an, und das hat genau den Charme von Schwermaschinenbau, den das Gerät auch sonst verströmt.

In die Kategorie fällt zweifellos auch das, was die Rückwand bevölkert. Die acht Lautsprecherterminals (komplett getrennte Ausgangsübertragerabgriffe für 4- und 6- bis 8-Ohm-Lautsprecher) sind eindeutig das Dickste, was jemals die Fertigungsstätten von WBT in Essen verlassen hat. Hier kann man nicht nur große Kabelschuhe mit Kraft verschrauben, sondern auch Bananenstecker unverrückbar einklemmen.

So. Und jetzt muss ich Sie noch von der in der Zwischenzeit sicherlich bei Ihnen gewachsenen Überzeugung kurieren, dass solcherlei Großmaschinenbau klingen dürfte wie ein Krupp‘scher Schmiedehammer. Tut er nämlich nicht. Erst einmal fällt auf, dass Olga Sensibilitäten bezüglich der anzuschließenden Lautsprecher weitgehend fremd sind; da es sich um ein „ordentlich“ gegengekoppeltes Schaltungskonzept handelt, sind Sensibilitäten in dieser Hinsicht lange nicht so ausgeprägt wie bei anderen Vertretern der Röhrenzunft. Als Nebeneffekt gibt‘s übrigens unglaublich gute Messdaten; ein Fremdspannungsabstand, der an der dreistelligen Dezibelmarke kratzt, ist uns bei einem Röhrenverstärker noch nie untergekommen. Dabei verwundert es weniger, dass das Gerät auch mit Lautsprechern unterhalb von 85 Dezibel Wirkungsgrad klarkommt, sondern viel mehr, dass es auch mit solchen tut, die mindestens 10 Dezibel lauter sind: Das Ding ist auch an einem 95-Dezibel-Lautsprecher einer der „ruhigsten“ Verstärker, der mir je untergekommen ist. Da rauscht nichts, brummt nichts, zirpt nichts – große Klasse.

Wie „röhrig“ klingt‘s denn? Nun, die Wahl der verstärkenden Bauteile schlägt durch, aber sehr verhalten. Der recht voluminöse, ansatzweise warme Tieftoncharakter ist hörbar, man sollte das aber keinesfalls mit „weich“ verwechseln. Olga modelliert Tieftonales nämlich sehr trocken und konturiert. So etwas kann man bei den Aufnahmen der norwegischen Sängerin Kari Bremnes immer besonders gut hören, und deren jüngstes Live-Album „Reise“, respektive dessen direkter Vergleich zu den entsprechenden Studioproduktionen hat mit dem Siegmann-Verstärker großen Spaß gemacht. Olga zeigt ganz eindeutig auf, dass hier sowohl im Studio als auch beim Einfangen der Bühnenatmosphäre ganz exzellente Jobs gemacht wurden, aber die Live-Platte kommt letztlich qualitativ nicht gegen die Studiotechnik an. Stimme und Klavier „quengeln“ auf der Bühne etwas, davon gibt‘s zum Beispiel auf „Svarta Bjørn“ keine Spur.

Transparenz und Differenzierungsvermögen sind also zuhauf vorhanden, aber völlig frei von Nervigkeit; man kann diesem Verstärker stundenlang zuhören, ohne dass eine Besonderheit die Aufmerksamkeit weckt. Es passt einfach – und das auf hohem Niveau. Stimmen haben Luft, es tönt extrem frei nach oben heraus, die Raumdarstellung gelingt variabel und glaubwürdig – gerade dafür ist der Vergleich Bühne/Studio sehr interessant. Entschuldigung, ich habe nichts zu meckern. Das Gerät klingt einfach sauber, aufgeräumt und allürenlos. In Anbetracht der etwas barocken Erscheinung mag das überraschen, angesichts des konsequenten und sauber umgesetzten Konzeptes nicht. Meine herzlichen Glückwünsche an den Herrn Schwager in der Ukraine – hat er gut gemacht.

 

Fazit

Jetzt mit Eingangswahlschalter, gut bedienbarer Lautstärkeregelung und zu deutlich reduziertem Preis – der schwäbische Röhrenvollverstärker mit ukrainischen Genen hat sich zu einem echten Best Buy gemausert

Quelle: http://www.hifitest.de/test/roehrenverstaerker/siegmann-olga_4_5342

High-Fidelity – Listening Session Olga

High-Fidelity – Listening Session Olga

Hier ein Auszug aus einer Hör-Session aus der High-Fidelity. Der komplette Berich kann bei uns angefordert werden:

 

Fernab von jeglicher Röhrenro-
mantik – vielleicht ist das der „unröhrigste“
Röhrenverstärker, den ich je hören durfte –
ist Olga vor allem eines: klar, transparent und
mühelos im Klangbild. Hier kommt nie das
Gefühl auf, das wäre mit Arbeit verbunden
oder die Technik käme gar ins Schwitzen.

Aus Jazzthetik 05/06-2015

Fidelity Ausgabe 04/2014

Fidelity Ausgabe 04/2014

Ein Auszug aus dem Test:

Im Prinzip gibt es heutzutage zwei Arten von HiFi. Müsste ich wieder mal ein Auto-Beispiel heranziehen, um das zu veranschaulichen, dann wäre Art Nummer eins ein Gefährt, bei dem man unter der „Motor“-Haube eine Blackbox mit USB-Buchse vorfindet, in die ungefähr dreihundert zig-adrige Kabelbäume münden. Falls ein Reifen platt wäre, würde das gute Stück von selbst stehen bleiben, via Farbdisplay „Error“ melden und mitteilen, dass soeben das CallCenter des Herstellers in NeuDelhi sowie natürlich Google informiert wurde und dass man sich nun eine „App“ zum Thema Reifenhändler aus einem „Store“ herunterladen müsse.

Bei Fahrzeugart Nummer Zwei würde man dagegen unter der Haube tatsächlich einen Motor finden, nebst Keilriemen, Lichtmaschine, schwarzen Wasserschläuchen, Ölflecken und einem heiß glühenden Turbolader. Im Fall einer Reifenpanne könnte man den Pneu mühelos wechseln, weil die zerknautschte Bedienungsanleitung aus dem Handschuhfach tatsächlich wüsste, wo das Werkzeug liegt, und sogar ein Ersatzreifen vorhanden ist.

Falls Sie ein Faible für HiFi vom Typ Nummer zwei pflegen, dann wird Ihnen Olga womöglich gefallen. Ich weiß auch, wem Olga noch gefallen würde, nämlich einem alten Freund von mir, der ein notorischer Selbermacher und ein Stabilitäts-Fanatiker ist (ich nenne ihn jetzt einfach mal Franz).

Wenn Franz ein Gartentor zusammenschweißt, dann wiegt es 60 Kilogramm. Baut er eine Hundehütte, dann ist die gemauert und besitzt an den Ecken eiserne Verstärkungsbänder. Fast könnte man meinen, er hätte bei Olga irgendwie mitgemischt, zumindest sehen die stählernen Chassis-Platten, die Übertrager oder die Rückenplatte dieses Vollverstärkers ziemlich nach Franz aus. Was die Verbindungen zu dem externen Netzteil angeht, scheint er auch seine Pranken im Spiel gehabt zu haben: Ich habe jedenfalls schon Industrie-Starkstromschaltschränke gesehen, die deutlich kleinere Steckverbindungen aufwiesen. In dem Netzteil-Zylinder, der lustige hölzerne Füßchen seitlich wegstreckt, sitzen zwei Ringkerntrafos. Und der Netzschalter. Man tut also gut daran, das runde Netzteil erreichbar, aber ungefähr einen Meter weit weg von Olga aufzustellen.

………….

In diesem Sinne ist dieser Vollverstärker fernab aller Hauruck- und Poser-Mentalität nicht nur ein grundehrliches Produkt, sondern bodenständig im allerbesten – und auch Franz’schen – Sinne, zumal er den Langmut seines Besitzers nicht mit röhrentechnischen Zickigkeiten strapaziert. Wer sich all diese schönen Fähigkeiten sichern möchte, der kombiniert auch nicht mit einem Stromsäufer, sondern mit einem Lautsprecher, der in Bezug auf Wirkungsgrad und Impedanz (mindestens) im Mittelfeld liegt. Das Ergebnis dieser Heirat wird dann so eitel Sonnenschein verbreiten, wie man sich das wünscht, wenn man nicht mit Verstärkern experimentieren, sondern viel lieber einfach nur Musik hören will.

Den kompletten Testbericht können Sie gerne bei uns anfordern!

Anschrift

Dornierstrasse 12
68804 Altlußheim

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag
9:00 -18:00 Uhr

Mittwoch und Samstag 
9:00 -13:00 Uhr

Kontakt

Tel.: 06205 / 32429
Fax.: 06205 / 32430
Email: info@olga-verstaerker.de

Besucher

Heute 8

Monat 477

Insgesamt 927690

Give your website a premium touchup with these free WordPress themes using responsive design, seo friendly designs www.bigtheme.net/wordpress